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	<title>DDB Schleswig-Holstein &#187; Eutin</title>
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	<description>Deutscher Diabetiker Bund Landesverband Schleswig-Holstein e.V.</description>
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		<title>Pizza und Schokolade erlaubt</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 16:28:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Witt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eutin]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder und Jugend]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_546" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.ddb-sh.de/wp-content/uploads/2010/01/Diabetes-Schulung_Sana-Klinik_Eutin_1.jpg"><img class="size-medium wp-image-546" title="Diabetes-Schulung Sana-Klinik in Eutin 1" src="http://www.ddb-sh.de/wp-content/uploads/2010/01/Diabetes-Schulung_Sana-Klinik_Eutin_1-300x294.jpg" alt="Diabetes-Schulung Sana-Klinik in Eutin" width="300" height="294" /></a><p class="wp-caption-text">Kindergruppe: Holsteiner Zuckerschnuten</p></div>
<p>Ständiges Spritzen und niemals Süßigkeiten essen dürfen &#8211; dieses Bild von Diabetes, auch Zuckerkrankheit genannt, gehört der Vergangenheit an. Zumindest für die &#8220;Holsteiner Zuckerschnuten&#8221;: In einer zweitägigen Schulung haben zwölf Kinder viel in der Sana-Klinik Eutin über ihre Erkrankung gelernt. Und Schoko-Weihnachtsmänner und Pizza gegessen. Denn Naschen ist auch bei Kindern mit Insulinmangel erlaubt: &#8220;Sie sollen sich möglichst wie normale Kinder ernähren&#8221;, erklärt Dr. Stefan Nissen, Facharzt für Kinder und Jugendmedizin.</p>
<p>Dafür benötigen die &#8220;Zuckerschnuten&#8221; einen ständigen Begleiter: eine Insulinpumpe. Der programmiebare kleine Kasten ist einer Bauchtasche immer dabei, durch einen Katheter ist er mit dem Körper verbunden und pumpt Insulin in das Blut.</p>
<p>Diese Geräte seien besonders für Kinder besser als eine Infusion durch Spritzen oder &#8220;Insulin-Pens&#8221;, verdeutlicht Dr. Nissen. Die Pumpen haben ihren Preis: 4000 Euro kostet ein Gerät. Dazu kommen die Katheter, die alle zwei bis drei Tage gewechselt werden müssen. Die Gesamtkosten werden von der Krankenkasse übernommen.</p>
<p>Die Vorteile der teuren Technik: Die Pumpen werden individuell auf die Kinder eingestellt. Dennoch arbeiten sie nicht ganz alleine, der Blutzucker muss mehrmals täglich kontrolliert werden. Das können die &#8220;Zuckerschnuten&#8221; jetzt weitgehend selbst. Auch haben sie sich intensiv mit ihrer Ernährung beschäftigt. Wieviel Käse dürfen Diabetiker essen? So viel sie wollen. Käse enthält nämlich keine Kohlenhydrate.</p>
<p>Bei Brot, Nudeln oder Weintrauben sieht das allerdings anders aus. Berechnungseinheiten, Überzuckerung, Unterzuckerung &#8211; diese Begriffe sind für die Kinder keine Fremdwörter, sondern sie wissen, was dahinter steckt.</p>
<div id="attachment_548" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-548  " title="Diabetes-Schulung Sana-Klinik Eutin 2" src="http://www.ddb-sh.de/wp-content/uploads/2010/01/Diabetes-Schulung_Sana-Klinik_Eutin_2-300x234.jpg" alt="" width="300" height="234" /><p class="wp-caption-text">Experten für Diabetes bei Kindern: Andrea Witt und Dr. Stefan Nissen</p></div>
<p>Normalität und Selbstständigkeit im Umgang mit der Krankheit erreichen &#8211; das sei das vorrangige Ziel der Schulung, betont Diabetes-Beraterin Andrea Witt, die gemeinsam mit Dr. Nissen die stationäre Schulung geleitet hat.</p>
<p>&#8220;Noch vor 100 Jahren sind Kinder an dieser Erkrankung gestorben&#8221;, erklärt Dr. Nissen &#8211; erst ab 1919 sei Insulin verabreicht worden. Seitdem ist viel geschehen in der Geschichte der Diabetes und der Behandlung: &#8220;Das muss auch für Kinder keine unangenehme Erkrankung sein. &#8221;</p>
<p>Anzeichen für eine mögliche Diabetes-Erkrankung bei Kindern sind übermäßiger Durst und Wasserlassen in Kombination mit Gewichtsverlust. In der Sana-Klinik Eutin behandelt werden 45 Patienten von 3 bis 21 Jahre. Für Eltern und Kinder gibt es regelmäßige Schulungen.</p>
<p>&#8220;Die Kinder sollten alle zwei Jahre altersgerecht nachgeschult werden&#8221;, sagt Dr. Nissen. Einige der &#8220;Zuckerschnuten&#8221; sind zum ersten Mal dabei, andere bereits zum vierten Mal. &#8220;Die Kinder lernen sich kennen und tauschen sich aus. Die Atmosphäre in der kleinen Gruppe ist sehr familiär&#8221;, lobt Andrea Witt.</p>
<p>(Dorthe Arendt, <a href="http://www.shz.de/nachrichten/lokales/ostholsteiner-anzeiger/artikeldetails/article/795/pizza-und-schokolade-erlaubt.html">OSTHOLSTEINER ANZEIGER</a>)</p>
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